Veröffentlicht von Admin am 26.07.2020

Erstmals gelang es einem Segelflieger aus unserem Verein, die magische Marke der 1000 Kilometer im reinen Segelflug zu knacken. Am 25.07.2020 startete Gerrit Illenberger vom Nachbarplatz Elchingen aus zu einem Streckenflug mit der deutschen Nationalmannschaft der Frauen, die er als Assistent von Coach Bernd Schmid bei ihren Trainingsflügen begleitete.

 

Bild: Gerrit vor dem Vereinsflugzeug "N1"

Die Strecke verlief zunächst über die Schwäbische Alb in den Südschwarzwald, wo Gerrit seinen ersten Wendepunkt zwischen Titisee und Feldberg setzte und weiter in Richtung Norden flog. Am Nachmittag erreichte er das im Spessart gelegene Jossa und flog von dort aus seine letzte geplante Wende Waldmünchen im Oberpfälzer Wald an, welche er aufgrund sich verschlechternder Wetterbedingungen nicht ganz erreichte. Stattdessen ging es zurück gen Heimat, wo ihm ein besonderes meteorologisches Phänomen den Weiterflug ermöglichte: Vom bayerischen Weißenburg bis zum schwäbischen Merklingen hatte sich eine thermische Konvergenzlinie gebildet, die Gerrit praktisch im Geradeausflug ohne Höhenverlust nutzen konnte. Dabei erzielte er über einen Zeitraum von zweieinhalb Stunden eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 133,14 km/h. Gerrit erkannte die Chance, seinen zunächst abgebrochenen Streckenflug auf eine vierstellige Distanz erweitern zu können und kehrte noch einmal um bis ins fränkische Heideck, von wo aus er um 19:30 Uhr den einstündigen Endanflug auf die Ostalb begann. Nach insgesamt 10 Stunden und 51 Minuten Flugzeit standen stolze 1013,8 Kilometer auf dem Tacho. Gerrit gelang damit nicht nur ein Vereinsrekord, sondern auch ein europaweiter OLC-Tagessieg.